Zeit…

Den ganzen Artikel gibt es ab Juli im FACTS & STORIES – Heft 3 (2/2015):


ZEIT!?

Es beginnt schon im Kleinkindalter. Kindergarten: Der Natur nahe sein, das Miteinander leben und spielerisch die Welt erkunden? Die Muttersprache wird noch nicht beherrscht, das kommt, wenn auch spielerisch Englisch hinzu (ein Grundbaustein einer Amerikanisierung?). Vor dem Schuleintritt sollen die Sprösslinge geometrische Gebilde erkennen können, zählen können, etwas Englisch sprechen, ihren Namen schreiben usw. (was auch amtlich überprüft wird) zusätzlich zum Kindsein. (Ich weiß das sie sehr gut in diesem Alter lernen und das auch nützlich ist) Es gibt Eltern welche dort schon an ihre Grenzen stoßen. Daliegen schon Lerncomputer unterm Weihnachtsbaum, welche unseren Kleinen nicht beim Schuhe Zubinden helfen, sie können dadurch nicht besser laufen, erfahren selten etwas über gesunde Ernährung oder Freundlichkeit und Höflichkeit. Eh Wir Uns versehen ist ein weiterer Lerncomputer da für den nächsten Lebensabschnitt oder schon längst eine Spielekonsole. Es folgt die Einschulung und nicht wenig später ein Handy. Kunst, Werken, Sport scheinen rasch die Wertigkeit im Schulalltag zu verlieren. Hält die Ökonomie schon hier den Einzug? „Sie werden aufs Leben vorbereitet!“ Oder werde ich schon dort vom Menschen zur Maschine? Treten „Komplikationen“ in der Schule auf, finden Elterngespräche statt. Im Optimalfall sitzen dort die/der Lehrer/-in, Mutter, Vater und der „Problemfall“. Angestrebte Zeit 15 Minuten. 15 Minuten um ein „Problem“ zu lösen welches sich meist über einen längeren Zeitraum entwickelt hat. 15 Minuten für 4 Personen was eine Sprechzeit von durchschnittlich 3,75 Minuten / Person bedeutet.

ZEIT!?

Nicht selten wird ein ärztlicher Rat angestrebt, die „Verhaltensauffälligkeit“ ist schnell diagnostiziert und Ritalin steht auf dem täglichen Speiseplan. Ist es verwunderlich, dass Kinder immer mehr um Aufmerksamkeit ringen, wenn ihre Nächsten schon im ökonomischen Strudel stecken? Egal ob der die eigene Ohnmacht ist, Aufgrund von Arbeitslosigkeit, Krankheit, mehreren Jobs um nicht auf staatliche Hilfe zurückzugreifen oder ein Workaholic (egal aus welchem Grund), meist alles begleitet oder ausgelöst von unbewussten Verlustängsten, welche durch die Größtenteils negativen Nachrichten Unserer Medien ordentlich Zunder bekommen. Frei nachdem Motto: „ Hast Du was, bist Du was!“ Und die Definition über den Beruf scheint mir heute noch mehr über dem Menschen als Ganzes zu stehen.

ZEIT!?

Angestoßen durch andere habe ich diese Informationen aus erster und eigener Hand. Es ist meine Wahrnehmung und mein Empfinden. Ich möchte „nur“ andere anregen sich mehr Zeit für die Informationen seiner Sinne zu nehmen und sich selbst ein Bild zu machen von den Geschehnissen in Unserer Welt. Nehmen Sie sich Zeit!

Namaste Christian Kruschel