mosaik und mein Leben

BIOGRAPHISCHES von Christian Kaiser:

Crazy Comickunst, Aliens und das mosaik

Hallo Leute,

ich bin‘s Chr!s, ein nicht ganz normaler Mann Ende 30, der mit dem mosaik also den Abrafaxen und den Digedags groß geworden ist und selbst Comics zeichnet. Aber dazu später mehr.
Ich habe noch nicht viel von der Welt gesehen. Doch in meiner Fantasie war ich mit meinen Comichelden an allen erdenklichen Orten der Welt. Und in meinen Träumen war ich an Bord von Raumschiffen, oder war es vielleicht sogar real? Ich glaube auf jeden Fall daran, dass es Außerirdischen gibt und sie vielleicht sogar Menschen mitnehmen.
Dies und ein traumatisches Erlebnis in meiner Kindheit brachten mich als 14jährigen in die Jugend-Nervenklinik, wo ich allerdings interessante Menschen kennenlernte.

Doch darum soll es heute nicht im Vordergrund gehen. Ich möchte viel lieber berichten, was mir die Abrafaxe, die Digedags und neuerdings auch Anna, Bella und Caramella bedeuten. Schon als kleines Kind liebte ich die Abenteuer der Abrafaxe, die mir mein Bruder und meine Eltern immer vorlasen. Es war so spannend und so wunderschön gezeichnet, voller Fantasie aber auch vollkommen realistisch mit einem witzigen Blick auf die Historie. Und das gilt für alle sechs Helden und drei Heldinnen! Obwohl ich zugeben muss, dass ich Anna, Bella und Caramella erst seit ein paar Heften sammle.

Jedenfalls liebte ich als Kind Comics, nur das Comics in der DDR verboten waren. Deshalb nannte sie man dort einfach Bildergeschichten. Aber Comics wie die Mickey Maus  waren verpönt. Ein Grund mehr mir als die Mauer fiel ein Lustiges Taschenbuch aus dem Westen mitzunehmen.

FANART von Christian Kaiser © mosaik: Brabax und Califax

So entschloss ich mich also mit 7 Jahren Comiczeichner zu werden, um es dem mosaik nachzumachen. Und ich hatte große Ziele! Ich wollte den Regenwald retten, mit dem Geld, welches ich vor allem durch die Produktion meiner eigenen Trickfilme verdienen wollte.
Mit neun Jahren hatte ich mein eigenes klitzekleines Universum mit meiner Comicserie von dem jungen Enterich Jimi Ducs, dieser Comic basierte aber mehr auf den Ducktales.

Erst später mit 14, also auch zu der Zeit des Aufenthaltes in der Jugendpsychiatrie fing ich an Menschen im mosaik-Stil zu zeichnen. Die Abrafaxe waren zu der Zeit als ich stationär war wie eine Flucht in meine eigene Fantasiewelt. Meine Diagnose war Psychose, was sich schlimm anhört, aber nur bedeutet, dass ich viel zu viel Fantasie habe und mir manchmal etwas einbilde.
Doch trotz dieser Erkrankung begleiteten mich die Abrafaxe und waren für mich da. Wie eine Art Comicfamilie! Ein Comic aus dieser Zeit hieß: ABRAX‘ DÄMON. Es erinnerte mich an mich selbst. Das war auch wohl die schlimmste Verfehlung von Abrax, dieser schreckliche Streit mit Brabax. Zum Glück widerstand er seinem eigenen Dämon. Er wurde sogar in seinem Fieberwahn von diesem Wesen aufgefordert Brabax von der Brüstung zu stoßen! Da sah er erst, wozu man fähig sein kann, wenn man die dunkle Seite der Macht wählt! So sagt man es in Star Wars, und es ist was wahres dran! Nun möchte ich noch etwas zu meinem besten Schulfreund sagen, der mir nach meiner Klinikzeit sogar ein mosaik-Abo schenkte. Er hatte mich damals, bevor ich in die Klinik kam sogar zum Seelenklempner, wie Fred Feuerstein zu sagen pflegt, begleitet. Und er war damals immer für mich da! Zu ihm passt als Pendant am besten Abrax, während zu mir Califax am besten passt. Wir haben auch vieles gemeinsam durchgestanden. So wie auch die Abrafaxe es haben. Und durch meine vielen Freunde weiß ich wie wichtig Freundschaft ist! Und das kann jeder auch von den Abrafaxen lernen!

Wahre Freundschaft kann man mit Geld nicht kaufen, mosaiks schon. Hier ein kleiner Comic von mir:

Und durch das mosaik kam ich sogar auf die Idee selbst eine Kunstgruppe zu gründen: Die Mad Artists. Im Fokus dieser Kreativgruppe den Mad Artists steht es, eigene Werke zu erschaffen und zu präsentieren. Außerdem wollen wir über Themen informieren, die nicht im Mainstream behandelt werden. Und wir wollen etwas Kreatives auf die Beine stellen. Wir machen Musik, Filme, Hörspiele und kleine Filme. Außerdem geben wir das Fanzine FACTS & STORIES heraus.
Wir sind Menschen mit seelischen Problemen, die durch Kunst zu Freunden wurden!

Und auch die ABRAFAXE stehen für Freundschaft!

Euer Freund Chr!s

20 Jahre DIE ABRAFAXE UNTER SCHWARZER FLAGGE

KOLUMNE von Christian Kaiser:

Vor nun fast genau 20 Jahren kam der Zeichentrickfilm DIE ABRAFAXE UNTER SCHWARZER FLAGGE in die Kinos. Für den internationalen Markt gab es auch eine englische Fassung. Helden des Filmes sind die Abrafaxe aus dem DDR-Comic mosaik, das von 1955 bis heute regelmäßig erscheint.

Der Zeichenstil der Figuren im Film unterscheidet sich enorm von dem im Comic. Ich würde sagen, er ist viel moderner und erinnert ein wenig an Anime. Und noch eine Besonderheit: Die berühmte Sängerin Nena leiht der Piratin Anne Bonnie ihre Stimme und Nena singt natürlich auch den Titelsong.

INHALT:
Im städtischen Museum entdecken die Abrafaxe Abrax, Brabax und Califax eine goldene Schale, die aus einem legendären Aztekenschatz stammen soll. Als Abrax und Brabax die Schale gegen den ausdrücklichen Protest von Califax näher untersuchen, setzen sie unbeabsichtigt einen Mechanismus in Gang, der die Welt um sie verschwinden und sie im 18. Jahrhundert auftauchen lässt.

Hier erleben sie spannende Abenteuer mit der hübschen Piratin Anne Bonny, dem furchterregenden karibischen Piraten Captain Blackbeard sowie einem sehr eitlen, aber nicht sehr hellen spanischen Flottenadmiral. Die Reise führt sie schließlich nach Tortuga, das Piratenparadies, das von der schönen Anne Bonny regiert wird. Tortuga ist eine Enklave der Freiheit, aber durch das böse Spiel von Blackbeard von der Entdeckung durch die Spanier bedroht.

Ohne es zu wollen wird Brabax zum Verräter. Abrax kann Anne Bonnie davon überzeugen, dass Brabax ein guter Freund ist und so wird Brabax zum Retter.

Aber mehr verrate ich nicht.

GLÜCKWUNSCH!
Ich als großer Fan der Abrafaxe möchte euch zum 20 Geburtstag dieses Films beglückwünschen! Ich schau ihn mir immer gern an. Das witzige ist, dass es den Trailer nur in englischer Sprache auf YouTube zu finden gibt. Und irgendwie komisch ist auch, dass in der englischen Fassung Abrax den Namen Alex und Brabax den Namen Max trägt, nur Califax behält seinen Namen.

KOLUMNE: Digedags als Trickserie – Die Helden des Mosaiks

DDR-Comic als Film

Die Digedags – das war die Antwort der DDR auf Micky Maus. In der DDR waren Comics allerdings verboten. Das kann man sich heute gar nicht vorstellen! Der Trick war einfach, das man die Comics, die in der DDR erschienen, als Bildergeschichten bezeichnete. Der Zeichner Hannes Hegen veröffentlichte das erste Mosaik-Heft 1955, das letzte 1975. Danach folgten die Abrafaxe. Jetzt soll es eine Digedags-Serie geben!

Quelle: https://www.zdf.de/nachrichten/zdf-morgenmagazin/ddr-comic-als-film-100.html

Es gab auch einen Film mit den Abrafaxen der inzwischen auch schon fast 18 Jahre alt ist. Er kommt aus dem Jahr 2001, ist also fast volljährig. Jetzt sollen die Abenteuer der Digedags verfilmt werden. So wie auch im Abrafaxe-Film, sind die Figuren sehr modern anzusehen, was einige der alten Fans bestimmt ärgert. Ich musste mich auch erst daran gewöhnen, freue mich aber schon auf die Serie, die 2021 ins TV kommen soll!

Quelle: https://marvistamedia.de/

Inzwischen gibt es schon das 750 Heft der Mosiak-Reihe, Es gab 229 Hefte mit den Digedags und 521 Hefte mit den Abrafaxen. Dieses Jubiläum wurde aber meiner Meinung nach nicht genug gewürdigt!! Da gebe ich dem YouTuber Kaine recht! Ich hätte mich sehr gefreut, wenn es ein besonderes Cover gegeben hätte und auch die Digedags mehr einbezogen worden wären. Und ein Bericht über dieses tolle Serien-Projekt hätte doch fantastisch ins neue Mosaik gepasst! Also hier Kaines Meinung:

Aber es ist sagenhaft auf eine so lange Geschichte zurücksehen zu können und daher Herzlichen Glückwunsch an die Macher und Leser des Mosaiks! Denn ohne die Treue der Leser hätte dieses tolle Projekt nicht weiterbestehen können! Nach der Wende 1990 wäre das Mosaik fast von der Treuhand abgewickelt worden, aber die Macher schaften es weiterzumachen! Und so erscheint das Mosaik ohne Unterbrechung seit 1955 ununterbrochen.

Danke an die Künstler und Mitarbeiter!

Euer Fan Christian Kaiser